Berndorf / Vulkaneifel
Berndorf / Vulkaneifel
Wehrkirche im August 1999

Kurzer Abriß über die Geschichte der Wehrkirche

Wann die erste Kirche auf dem Kirchberg zu Berndorf erbaut wurde, ist nicht mehr festzustellen. Es muß schon bald gewesen sein, nachdem das Christentum in der Eifel Fuß gefaßt hatte. Darauf deutet das Patronat des hl. Petrus hin. "Herrlich in der Landschaft steht die heute noch fast unberührte Bergkirche in Berndorf" (Prof. Dr. Thomas, Trier). Die jetzt noch erhaltene Kirche war ursprünglich in romanischem Stil erbaut, wie sich aus dem Baubefund bei der Renovierung 1961 - 1964 ergeben hat. Dieser alte Bau ist zum Teil auch heute noch vorhanden und wird zum ersten Male urkundlich erwähnt 1121 im Besitz der Prämonstratenser-Abtei, Steinfeld.

 

1513 - 1515 wurde diese Kirche durch den Pastor Peter Titet umgebaut und mit einem Kreuzgewölbe versehen mit der mittelalterlichen Ornamentmalerei (ca. 1580). Ebenfalls wurden statt der kleinen romanischen Fenster größere angebracht, wodurch leider an den Wänden des Langhauses die Freskenbilder der 12 Apostel fast zerstört wurden.



Messingvergoldete Monstranz von 1747 (im Diözesanmuseum Trier)

Foto: Wolfgang Sander (Pressebild Jeiter), Aachen

 

Gegen 1665 hat der Sturm das Dach der Kirche teilweise abgeworfen, dessen Reperatur sich bis 1684 hinzog. Der Turm wurde 1545 erbaut und soll einen hohen gotischen Helm gehabt haben (vergleiche Kirche in Niederehe). Durch Blitzschlag am 19.07.1748 brannte der Turmhelm ab, eine Glocke zerschmolz, die andere wurde sehr stark beschädigt; ein Mann (vielleicht der Küster) wurde im Turm erschlagen. In dem selben Jahr wurde unter dem Pastor Jakob Hoffmann ein neuer Turmhelm aufgesetzt, jetzt in der Form einer Pyramide, ebenfalls wurden in dem selben Jahr 1748 durch den Glockengiesser Heitz aus Trier oben vor der Kirche an Ort und Stelle 2 neue Glocken gegossen. Die größere der beiden dem hl. Petrus, hl. Johannes, hl. Antonius und hl. Donatus geweiht, befindet sich heute im Turm der Pfarrkirche St. Peter.

1948 schlug der Blitz wieder in den Turm ein, der Turmhelm wurde so beschädigt, daß er abgetragen werden mußte. Er wurde durch das jetzige Satteldach vorläufig ersetzt (1949). 1949 - 1950 erhielt die Kirche ein neues Dach, weil das bisherige im Lauf der Jahrhunderte in einem sehr schlechten Zustand war. 1961 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten an der Kirche (innen und außen) durchgeführt.

1962 wurde die mittelalterliche Ornamentmalerei im Kreuzgewölbe freigelegt und 1963 restauriert und konserviert. 1964 Innenanstrich und Ausmalung der Säulen usw.. Ebenfalls in dem selben Jahr die Restaurierung der alten Bänke der beiden Holzfiguren St. Barbara (um 1680?) und St. Leonhard (um 1750?).



Am Turmeingang und Eingang zur Sakristei zwei neue Türen. Am 17. November 1965 wurde die alte Kirche zur Ehrenstätte für die Gefallenen der Gemeinde in den beiden Weltkriegen feierlich eingeweiht.

 

(Pfarrer Johannes Martiny, 16.11.1969)



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